Die meisten Unternehmer*innen, mit denen wir sprechen, sind an einem ähnlichen Punkt: Sie haben verstanden, dass Kund*innen heute nicht mehr nur googeln, sondern zunehmend ChatGPT, Perplexity oder die KI-Zusammenfassung bei Google fragen. Und sie ahnen, dass es nicht reicht, einfach abzuwarten. Was fehlt, ist meist nicht die Einsicht, sondern eine Antwort auf die Frage: Was mache ich konkret, außer meine eigene Website zu verbessern?
Genau darum geht es in diesem Beitrag. Die eigene Website ist wichtig, aber KI-Systeme bilden ihre Antworten aus vielen Quellen im ganzen Internet – Presseartikeln, Foren, Bewertungsportalen, Fachmagazinen. Wer dort nicht vorkommt, wird auch in der KI-Antwort seltener erwähnt, egal wie gut die eigene Seite ist. Hier sind fünf Wege, aktiv darauf hinzuwirken, mit echten Beispielen aus der Praxis.
Weg 1: Euch dort einbauen lassen, wo die KI schon zitiert (Mention Outreach)
Ein einfacher erster Test: Fragt ChatGPT nach den besten Anbietern eurer Branche. Kommt euer Unternehmen vor? Häufig lautet die Antwort nein – nicht, weil ihr schlecht seid, sondern weil die Artikel, auf die sich die KI stützt, euch schlicht nicht erwähnen.
Genau hier setzt Mention Outreach an: Ihr findet heraus, welche Websites die KI für eure wichtigsten Suchanfragen bereits als Quelle nutzt, und nehmt Kontakt zu deren Redaktionen auf – mit der sachlichen Bitte, euer Unternehmen im bestehenden Artikel zu ergänzen. Das Buch “Generative Engine Optimization” beschreibt genau diesen Fall am Beispiel einer Steuer-App: Die KI empfahl mehrere Konkurrenzprodukte, aber nicht die eigene App, weil keine der zitierten Quellen sie erwähnte. Nach gezielter Ansprache einer dieser Quellen tauchte die App bei derselben Frage anschließend ganz oben in der Antwort auf.
Der Vorteil dieses Wegs: Ihr müsst keinen neuen Inhalt erschaffen, sondern nur bestehenden, bereits vertrauenswürdigen Content um euch ergänzen. Der Aufwand liegt vor allem in der Recherche und im geduldigen, professionellen Nachfragen.
Weg 2: Dort mitreden, wo eure Zielgruppe ohnehin diskutiert (Community-Marketing)
KI-Systeme greifen auffällig oft auf Forenbeiträge zurück, allen voran Reddit, wenn Menschen nach Erfahrungen oder Empfehlungen fragen. Wer in solchen Diskussionen gar nicht vorkommt, wird auch von der KI seltener genannt.
Die Idee dahinter ist einfach, aber sie verlangt Fingerspitzengefühl: Fachleute aus eurem Unternehmen beteiligen sich ehrlich und mit echtem Mehrwert an relevanten Diskussionen, statt plump für die eigene Marke zu werben. Wer stattdessen wirklich hilfreiche Antworten gibt und bei passender Gelegenheit auf einen eigenen Beitrag verweist, wird von der Community akzeptiert – und taucht dadurch auch häufiger in den Quellen auf, die KI-Systeme heranziehen.
Der ehrliche Haken dabei: Community-Arbeit lässt sich schwer in einer Kampagne abhaken. Sie braucht Kontinuität und wirkt nicht sofort, zahlt sich aber langfristig auf Vertrauen und Sichtbarkeit gleichermaßen ein.
Weg 3: Mit echten Daten an die Presse gehen (Digital PR)
Habt ihr Zahlen, die sonst niemand hat? Eigene Marktbeobachtungen, Auswertungen aus dem Tagesgeschäft, eine kleine Umfrage unter Kund*innen? Genau das ist die Grundlage für Digital PR: Ihr bereitet solche Daten verständlich auf – etwa als Grafik oder kurze Auswertung – und bietet sie gezielt Journalist*innen an, die zu eurem Thema berichten.
Ein Online-Hundemagazin hat genau damit eine unbekannte Website zur zitierten Quelle in ChatGPT gemacht: mit einer Auswertung der Hundesteuer in fast 400 deutschen Städten, die zahlreiche Medien aufgegriffen haben. Wichtig ist der Nachrichtenwert: Die Zahlen müssen für andere interessant genug sein, dass sie freiwillig darüber schreiben wollen. Nicht jedes Unternehmen hat solche Daten sofort griffbereit, aber die meisten haben mehr davon, als ihnen bewusst ist.
Weg 4: Redaktionelle Werbeplätze in Fachmedien nutzen (Advertorials)
Ein Advertorial ist ein redaktionell gestalteter, aber klar als Anzeige gekennzeichneter Beitrag in einem Magazin oder Fachportal – zum Beispiel ein Vergleichstest, in dem euer Produkt vorkommt. Anders als klassische Bannerwerbung liefert ein gutes Advertorial echten Informationswert, mit Vergleichstabellen, Testkriterien und einer klaren Empfehlung. Genau diese Struktur machen sich KI-Systeme gerne zunutze, weil sie leicht verständliche Informationshäppchen liefert.
Im Versicherungsbereich zeigt sich das gut: Ein Anbieter, der ein Advertorial in einem reichweitenstarken Medium platziert, taucht anschließend bei Fragen wie “Welche Autoversicherung ist die günstigste?” in der KI-Antwort auf – während Wettbewerber ohne eine solche Platzierung leer ausgehen. Ein Wermutstropfen: Weil es sich um klar gekennzeichnete Werbung handelt, muss ein gesetzter Link zur eigenen Seite technisch als solcher markiert werden (mit dem sogenannten “nofollow”-Attribut) – das schmälert den Effekt fürs klassische Google-Ranking etwas, für die KI-Sichtbarkeit zählt aber vor allem der Inhalt selbst.
Weg 5: Bewertungen aktiv sammeln statt nur zu hoffen (Review-Marketing)
KI-Systeme greifen bei Fragen nach Erfahrungen oder Kundenzufriedenheit gerne auf Bewertungsportale zurück. Ein anschauliches, wenn auch unangenehmes Beispiel aus dem Energiebereich: Fragt man eine KI, bei welchem günstigen Stromanbieter man wegen schlechten Kundenservices vorsichtig sein sollte, zitiert sie mitunter direkt negative Bewertungen von einem Portal wie Trustpilot.
Die gute Nachricht: Das funktioniert genauso in die andere Richtung. Wer aktiv und regelmäßig zufriedene Kund*innen um eine ehrliche Bewertung bittet, verbessert damit nicht nur den ersten Eindruck bei potenziellen Kund*innen, sondern auch, wie eine KI über die eigene Marke spricht. Der Haken: Das funktioniert nur, wenn der Service dahinter auch wirklich stimmt. Bewertungen zu sammeln, ohne am eigentlichen Kundenerlebnis zu arbeiten, fällt schnell durch.
Wo fange ich am besten an?
Ihr müsst nicht alle fünf Wege gleichzeitig gehen. Sinnvoller ist es, mit ein bis zwei Maßnahmen zu starten, die zu eurem Unternehmen passen: Ein Handwerksbetrieb mit vielen zufriedenen Kund*innen profitiert oft am schnellsten von Review-Marketing. Ein Unternehmen mit ungewöhnlichen Zahlen oder Markteinblicken hat mit Digital PR gute Karten. Wer in einer Nische mit aktiver Community unterwegs ist, sollte dort mitreden, statt die Zielgruppe zu ignorieren.
Entscheidend ist, dass ihr überhaupt anfangt und regelmäßig dranbleibt – einmalige Aktionen verpuffen erfahrungsgemäß nach einigen Wochen wieder.
Wie wir von Gestaltung unserer Tage euch bei der Umsetzung unterstützen
Genau hier übernehmen wir für euch die Arbeit, statt euch nur die Theorie mitzugeben: Wir finden gemeinsam mit euch heraus, welcher der fünf Wege zu eurem Unternehmen passt, erstellen die dafür nötigen Inhalte, übernehmen die Kontaktaufnahme zu Redaktionen und Plattformen und richten das Monitoring ein, mit dem ihr laufend seht, ob sich das in ChatGPT, Perplexity und den Google AI Overviews niederschlägt. Ihr müsst euch also nicht selbst in Mention Outreach, Digital PR oder GEO-Tools einarbeiten – das machen wir. Schreibt uns einfach an info@g-u-t.de, und wir finden gemeinsam heraus, wo ihr am besten anfangt.
Häufige Fragen zu KI-Sichtbarkeit außerhalb der eigenen Website
Reicht es nicht, einfach meine Website zu verbessern?
Nein, das allein reicht nicht. KI-Systeme stützen ihre Antworten auf viele externe Quellen wie Presseartikel, Foren und Bewertungsportale. Auch eine technisch einwandfreie Website wird seltener erwähnt, wenn sie sonst nirgends im Netz vorkommt.
Was ist der schnellste Weg, um erste Ergebnisse zu sehen?
Review-Marketing und Advertorials zeigen oft am schnellsten erste Effekte, weil sie direkt an bestehenden, bereits vertrauenswürdigen Plattformen ansetzen. Mention Outreach und Community-Marketing brauchen meist etwas mehr Geduld, wirken dafür oft nachhaltiger.
Muss ich für all diese Maßnahmen bezahlen?
Nein. Mention Outreach, Community-Marketing und Digital PR basieren im Kern auf Zeit und guter Kommunikation, nicht auf Werbebudget. Nur Advertorials sind eine bezahlte Platzierung.
Wie messe ich, ob diese Maßnahmen wirken?
Über spezialisierte Monitoring-Tools lässt sich beobachten, ob und wie oft eure Marke bei relevanten Fragen in ChatGPT, Perplexity und Co. erwähnt oder als Quelle genannt wird. So seht ihr schwarz auf weiß, welche Maßnahme tatsächlich Wirkung zeigt.
Kann Gestaltung unserer Tage diese Maßnahmen für uns umsetzen?
Ja. Wir finden den passenden Mix aus den fünf Wegen, erstellen die nötigen Inhalte, übernehmen die Kontaktaufnahme zu Redaktionen und Plattformen und richten das laufende Monitoring ein. Schreibt uns dafür einfach an info@g-u-t.de.



